Vereinssoftware

Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Nutzung von Vereinssoftware.eu

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „Vereinssoftware.eu" zwischen Wolfgang Meyer IT-Lösungen, Inhaber Wolfgang Meyer, Südallee 14, 56203 Höhr-Grenzhausen (nachfolgend „Anbieter") und dem Verein oder der Organisation, die die Software nutzt (nachfolgend „Kunde").

(2) Das Angebot richtet sich an Vereine, Verbände und vergleichbare Organisationen und damit regelmäßig nicht an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Schließt ein Kunde den Vertrag ausnahmsweise als Verbraucher, gilt ergänzend § 12 (Widerrufsrecht).

(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Gegenstand der Leistung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Dienst über das Internet zur Verfügung (Software as a Service). Der Kunde erhält keine Kopie der Software; sie läuft auf Servern des Anbieters.

(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Er umfasst insbesondere Mitgliederverwaltung, Beitragsabrechnung, Rechnungserstellung und den Einzug von Mitgliedsbeiträgen per SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe.

(3) Die Software ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Buchführungsberatung. Der Kunde bleibt dafür verantwortlich, dass seine Beitragserhebung, seine Rechnungen und seine steuerliche Behandlung den für ihn geltenden Vorschriften entsprechen.

§ 3 Vertragsschluss, Demo

(1) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Konto anlegt und der Anbieter den Zugang freischaltet.

(2) Die auf der Website angebotene Demo dient ausschließlich dem unverbindlichen Ausprobieren. Sie enthält Beispieldaten, wird regelmäßig zurückgesetzt und begründet kein Vertragsverhältnis. Echte personenbezogene Daten dürfen dort nicht eingegeben werden.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website genannten Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Nutzungsgebühr wird im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum berechnet und per SEPA-Lastschrift vom angegebenen Konto des Kunden eingezogen. Der Kunde erteilt hierfür ein SEPA-Lastschriftmandat und sorgt für ausreichende Deckung.

(3) Wird eine Lastschrift aus vom Kunden zu vertretenden Gründen zurückgegeben, trägt der Kunde die dadurch entstehenden Kosten. Der Anbieter kann den Zugang nach erfolgloser Zahlungsaufforderung und angemessener Fristsetzung vorübergehend sperren; die Daten des Kunden bleiben dabei erhalten.

(4) Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Der Kunde kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden zum Zeitpunkt der Änderung kündigen.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums in Textform gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 6 Pflichten des Kunden — insbesondere bei Lastschriften

(1) Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm eingegebenen Daten richtig sind und dass er zu ihrer Verarbeitung berechtigt ist.

(2) Zieht der Kunde über die Software Beiträge seiner Mitglieder ein, muss er von jedem betroffenen Mitglied ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat eingeholt haben und dieses nachweisen können. Der Anbieter prüft nicht und kann nicht prüfen, ob ein solches Mandat vorliegt. Für unberechtigte Einzüge, Rücklastschriften und daraus entstehende Kosten oder Ansprüche Dritter haftet der Kunde; er stellt den Anbieter insoweit von Ansprüchen Dritter frei.

(3) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und gibt sie nicht an Unbefugte weiter. Er teilt dem Anbieter unverzüglich mit, wenn der Verdacht besteht, dass ein Zugang missbraucht wird.

(4) Der Kunde nutzt die Software nicht rechtswidrig, versendet über sie keine unerlaubte Werbung und unternimmt nichts, was die Verfügbarkeit für andere Kunden beeinträchtigt.

§ 7 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet die Mitgliederdaten des Kunden ausschließlich in dessen Auftrag und nach dessen Weisung. Grundlage ist der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, den die Anwendung dem Kunden unter „Einstellungen" zum Herunterladen und zur Annahme bereitstellt und der Bestandteil dieses Vertrags ist. Ergänzend gilt die Datenschutzerklärung.

§ 8 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeitsquote.

(2) Wartungsarbeiten führt der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durch. Bei absehbar längeren Unterbrechungen informiert er vorab.

(3) Der Anbieter sichert die Daten des Kunden regelmäßig. Eine Sicherung ersetzt nicht die Sorgfalt des Kunden bei der Datenpflege.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), und der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.

§ 10 Datenexport und Löschung bei Vertragsende

(1) Der Kunde kann seine Daten jederzeit während der Vertragslaufzeit über die dafür vorgesehenen Funktionen in gängigen Formaten exportieren.

(2) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten noch 30 Tage lang zum Export bereit. Danach löscht der Anbieter die Daten des Kunden, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 11 Änderungen dieser Bedingungen

Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, wenn dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder an Änderungen des Leistungsangebots erforderlich ist. Er teilt dem Kunden die Änderung mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Änderung als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.

§ 12 Widerrufsrecht bei Verbrauchern

(1) Schließt der Kunde den Vertrag ausnahmsweise als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, steht ihm ein Widerrufsrecht zu. Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular enthält die Widerrufsbelehrung.

(2) Damit der Zugang sofort und nicht erst nach Ablauf der Widerrufsfrist nutzbar ist, verlangt der Kunde bei der Registrierung ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt. Widerruft der Kunde anschließend, schuldet er Wertersatz für die bis dahin erbrachte Leistung (§ 357 Abs. 8 BGB).

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.

(3) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Stand: September 2026